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Habe ich eine Allergie?

Symptome

Juckende und laufende Nase, Niesreiz mit zum Teil heftigen Niesanfällen, verstopfte Nase durch Schleimhautschwellung: Diese erkältungsähnlichen Beschwerden deuten auf eine allergische Rhinitis (Entzündung der Nasenschleimhaut) hin.

Häufig tritt auch eine allergische Konjunktivitis (Bindehautentzündung) auf: Die Augen sind gerötet, jucken, brennen und tränen. Von allergischer Rhinokonjunktivitis spricht man, wenn sowohl die Nase als auch die Augen betroffen sind.

Engegefühl in der Brust mit Atemnot, pfeifenden Atemgeräuschen und Husten sind Hinweise auf ein allergisches Asthma.

Beim Pollenallergiker machen sich die Symptome jedes Jahr um die gleiche Zeit bemerkbar, wenn die auslösenden Blütenpollen wieder in der Luft herumschwirren („Pollensaison“): Der Heuschnupfen „blüht“! Wer dagegen eine Milben-, Tier- oder Schimmelpilzallergie hat, muss das ganze Jahr über bei entsprechendem Allergenkontakt mit Beschwerden rechnen.


Arztbesuch

Bei Verdacht auf eine allergische Erkrankung sollten Sie einen Allergie-Spezialisten aufsuchen. Der allergologisch geschulte Facharzt verfügt über die notwendige Ausbildung und Erfahrung, die für Diagnostik und Therapie allergischer Erkrankungen erforderlich sind. Der Erfolg einer Allergiebehandlung hängt entscheidend von einer detaillierten Diagnose ab.


Anamnese

Erster Schritt ist die sorgfältige Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese). Der Arzt wird erfragen, welche Beschwerden Sie haben, wie stark sie sind, wann sie zum ersten Mal aufgetreten sind, ob Sie nur in bestimmten Jahreszeiten oder das ganze Jahr über damit zu tun haben, in welchen Situationen die Symptome stärker oder schwächer werden, ob und wann Sie völlig beschwerdefrei sind. So bekommt er wichtige Hinweise auf die Art der Allergie und den/die möglichen Auslöser. Außerdem interessiert ihn, ob es allergische Erkrankungen in der Familie gibt und was die bisherigen Behandlungsversuche gebracht haben.


Hautpricktest

Die Krankengeschichte hat dem Arzt wichtige Hinweise gegeben, welche Allergene für Ihre Symptome verantwortlich sein könnten. Mit Hauttests versucht er dann, die Allergie-Auslöser zu enttarnen. Am gebräuchlichsten ist der sog. Hautpricktest. Dafür werden auf die Unterseite des Arms verschiedene Allergenlösungen getropft und anschließend die Haut durch den Tropfen hindurch mit einer kleinen Nadel leicht angepiekst. Schon nach etwa 20 Minuten lässt sich ablesen, welche Allergene Verursacher Ihrer Beschwerden sein können. Wenn Sie sensibilisiert sind, also überempfindlich auf eine der aufgetragenen Substanzen reagieren, kommt es an der Teststelle zu Rötung und Quaddelbildung – ähnlich wie bei einem Mückenstich.


Intrakutantest

Eine Möglichkeit, um auch schwächere Sensibilisierungen festzustellen, ist der Intrakutantest. Dafür spritzt der Arzt kleine Mengen der verschiedenen Allergenlösungen mit einer feinen Kanüle direkt in die Haut am Rücken. Später wird auch hier geprüft, ob sich an bestimmten Stellen Quaddeln gebildet haben.


Provokationstest

Zur Bestätigung der Hauttestergebnisse kann ergänzend eine Provokationstestung durchgeführt werden. Das entsprechende Allergen wird direkt an den Ort des Geschehens gebracht, bei Heuschnupfen beispielsweise in die Nase gesprüht (nasale Provokation). Wer darauf allergisch ist, reagiert mit den typischen Symptomen, sprich laufende Nase, Niesreiz, tränende Augen usw.


In-vitro-Diagnostik

Auch eine Blutuntersuchung im Labor (in vitro = im Reagenzglas) kann hilfreich sein. Der Nachweis allergenspezifischer Antikörper zeigt, dass eine Überempfindlichkeit (Sensibilisierung) gegen ein bestimmtes Allergen besteht. Während Haut- und Provokationstests bei hochgradiger Allergie zu starken Reaktionen führen können, belastet die In-vitro-Diagnostik den Allergiker nicht. Auch zur Verlaufskontrolle bei allergischen Erkrankungen lässt sich die Bestimmung allergenspezifischer Antikörper nutzen.


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