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10.11.2011

Leitlinie zur Allergieprävention

Durch die weitere Zunahme allergischer Erkrankungen in den westlichen Industrieländern wird eine Primärprävention immer wichtiger. Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) hat hierzu eine Leitlinie herausgegeben.

Die Empfehlungen der 2004 veröffentlichten Leitlinie wurden auf Basis einer Literaturrecherche im März 2009 aktualisiert. Um der Entstehung von allergischen Erkrankungen vorzubeugen, werden in dieser Leitlinie folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Eine ausgewogene und nährstoffdeckende Ernährung der Mutter in der Schwangerschaft und Stillzeit. Für eine Empfehlung zu diätetischen Einschränkungen (Meidung starker Nahrungsmittelallergene) während der Schwangerschaft oder Stillzeit gibt es keine Belege.
  • Ausschließliches Stillen über 4 Monate
  • Vermeidung von aktivem und passivem Einatmen von Tabakrauch (besonders in der Schwangerschaft)
  • Bei Risikokindern alternativ zum Stillen: hypoallergene Säuglingsnahrung. Sojabasierte Säuglingsnahrung wird nicht zur Allergieprävention empfohlen.
  • Impfungen nach Empfehlungen der Ständigen Impfkommission des Robert Koch-Institutes (STIKO), da es Hinweise auf einen Allergierisiko-senkenden Effekt gibt.
  • Verhinderung von Übergewicht insbesondere bei Kindern

Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass folgende Maßnahmen einen präventiven Effekt haben können:

  • Minimierung des Kontaktes mit Luftschadstoffen im Innen- und Außenraum (z. B. Formaldehyd, Kfz-Abgase)
  • Vermeidung eines Schimmelpilz-fördernden, also feuchtwarmen Innenraumklimas (regelmäßiges Stoßlüften)
  • Vermeidung felltragender Tiere (insbesondere Katzen) bei Risikokindern
  • Regelmäßiger Verzehr von Fisch in Schwangerschaft/Stillzeit und als Beikost im 1. Lebensjahr

Hier finden Sie den direkten Link zur Leitlinie:
http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/061-016_S3_Allergiepraevention_03-2009_03-2014.pdf

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