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Lexikon der Allergene

Allergen:

Cladosporium herbarum (Pers.) Link ex Gray
wissenschaftl. Name:

Cladosporium herbarum (Pers.) Link ex Gray
 
Beschreibung: Kolonien auf Malzagar (MEA 2%) mit moderatem Wachstum, samtig, olivgrün bis olivbraun, Rückseite olivschwarz; Konidienträger lateral oder manchmal terminal auf den Hyphen, bis 250 µm lang, 3-6 µm breit, mit terminalen und intercalaren Schwellungen sowie Verlängerungen, blaß bis mittelstark olivbraun oder braun, glattwandig, mit deutlich hervorstehenden braunen Narben; Konidien ellipsoid bis zylindrisch mit abgerundeten Enden, rauh ebenfalls mit deutlich hervorstehenden braunen Narben, oft 2- oder mehrzellig, einzellige Konidien 5,5-13 x 3.8-6 µm; Die Konidien werden ihrerseits wieder zu konidiogenen Zellen, so dass häufig verzweigte Ketten entstehen.
 
Vorkommen: Häufige Art mit weltweiter Verbreitung, besonders in temperierten Regionen auf absterbendem oder totem Pflanzenmaterial und anderen organischen Materialien (z.b Farbe, Textilien). Sporen extrem häufig in der Außenluft, aufgrund ihrer Pigmentierung resistent gegen UV-Anteil des Sonnenlichtes, in Mitteleuropa 42.6 % Anteil an Gesamtsporen im Aeroplankton, weltweiter Transport über den Jetstream der Stratopause. Nachgewiesen in Filtern von Klimaanlagen. Häufiger Lebensmittelkontaminant und Lagerpilz, auf gelagertem Obst, Getreide (besonders Weizen), Nüssen, Kompost.
 
Invasionswege: Inhalativ, ingestiv;
 
Synonyme: Cladosporium entoxylinum, Corda, Dematium herbarum Pers. ex Schleich, Dematium graminum Pers., Cladosporium graminum (Pers.) Link, Dematium epiphyllum Pers. ex Hook, Cladosporium epiphyllum (Pers. ex Hook.) Nees ex Fr.;
 
Stellung im System: Abteilung: Deuteromycota; Klasse Hyphomycetes;
 
Biologie: Cladosporium herbarum mit blastischer Konidiogenese Wachstumstemperatur: min.-6 °C, opt. 18-28° C, max. 28-32°C, Wasseraktivität: aw = 0.88;
 
Nutzung: Fermentationsflora von Pozol (mexikanisches Maisgetränk);
 
Hauptfruchtform: Mycosphaerella tassiana (de Not) Johanson; Abteilung: Ascomycota; Ordnung: Dothideales; Synonyme: Sphaerella tassiana de Not.; Mycosphaerella tulasnei (Jancz.) Lindau; Sphaerella tulasnei Jancz.;
 
Allergologie: Große allergene Bedeutung; Häufigkeitsmaximum: Juli und September; Sollte bei Verdacht auf Gräserpollenallergie obligat mitgetestet werden. Schwach ausgeprägte Kreuzallergenität mit Alternaria alternata;
 
Immunologie: Hauptallergen: Cla h 1, MG 13 000; Nebenallergen: Cla h 2, MG 19 000; Cla h 3, MG 53 000; Cla h 4, MG 11 000; Cla h 5, MG 22 000; Cla h 6, MG 48 000; Die verschiedenen Cladosporium herbarum Stämme schwanken sehr stark in ihren Allergengehalten (z. B. wurde ein 1000-facher Konzentrationsunterschied von AG 32 nachgewiesen).
 
Gegenmassnahmen Sanierung: Extramural: Meidung der Sporen im Freien. Vermeidung des Umganges mit Abfall oder Kompost bzw. anderer Gartenarbeiten. Beachtung der Polleninformationsdienste. Intramural: Vermeidung der Ansammlung von Hausstaub, Sanierung feuchter Stellen, ausreichende Belüftung der Räume, häufiges Leeren von Abfallbehältern.
 
Exposition von: April
 
Exposition bis: November
 
Klinische Relevanz: schwer
 
 

   

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