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Lexikon der Allergene

Allergen:

Aprikose
 
Lebensmitteltyp: Obst;
 
Beschreibung Herkunft: Die Früchte des Aprikosenbaumes, Prunus armeniaca L., sind in der gemäßigten und mediterranen Klimazone ein wichtiges Obst. Die erste Kultivierung geht mindestens bis in die Antike zurück. Ursprünglich stammt die wärmeliebende Art aus Westasien. Die niedrigen Bäume blühen in weißer oder rosa Farbe bei uns bereits im März. Die Fruchtknoten wachsen zu etwa golfballgroßen, samtig behaarten, gelben bis orangeroten Früchten heran, die in der Form dem Pfirsisch ähneln. Wie beim Pfirsich ist seitlich eine Furche ausgebildet; die Verwachsungsnaht des einzigen Fruchtblattes. Die kurzgestielte Frucht enthält einen relativ großen, mehr oder weniger glatten Steinkern, der sich im reifen Zustand sauber vom Fruchtfleisch löst.
 
Zubereitung Verzehr: Aprikosen werden meist roh genossen, jedoch stellt man aus ihnen auch Kompott, Marmelade, Saft und Trockenobst her. Gelegentlich dienen die im Steinkern enthaltenen Samen als Mandelersatz oder sie werden wie auch Pfirsichsamen nach Entfernung eines Blausäureglycosids zu sog. Persipan verarbeitet; einem Marizipanersatz.
 
Allergologie: Vor allem durch die Kreuzreaktivität innerhalb der Unterfamilie Prunoidea (mit Pfirsich, Aprikose, Pflaume, Kirsche und Mandel) besitzt auch die Aprikosenallergie eine gewisse Bedeutung. Wie bei den anderen Arten stehen dabei klinisch das orale Allergiesyndrom und gastrointestinale Reaktionen im Vordergrund. Systemische oder gar lebensbedrohliche Reaktionen sind dagegen selten.
 
Immunologie: Die Prunoideakreuzreaktivität ist vor allem auf ein Protein mit MG 13 000 zurückzuführen; offensichtlich das Majorallergen dieser Unterfamilie. Analog dem Pfirsich ist die Kreuzreaktivität zu Gräser- und Birkenpollen zu sehen.
 
Exposition von: Januar
 
Exposition bis: Dezember
 
Klinische Relevanz: leicht
 
Kreuzreaktivität:
    Vorkommen möglich
  • Pfirsich

   

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