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Allergenprofil
Allergen:

Beifuß, gewöhnlicher
Familienname:

Korbblütler
wissenschaftl. Name:

Artemisia vulgaris L.
Familienname (lat.):

Asteraceae
 
Beschreibung: Bis über 2 m hohe, strauchartig und stark verzweigt wachsende Pflanze; Fiederblätter oberseits dunkelgrün und unterseits weißfilzig, am Gunde geöhrt, zudem die oberen tief gesägt; Blütenköpfchen grünlich bis bräunlich; Pflanze mehrjährig; anemogam; Blütezeit VII - IX; alter Kulturbegleiter, wird zuweilen auch als Gemüse-, Heil- und Gewürzpflanze eingesetzt; das im Öl enthaltene Cineol besitzt wurmtreibende Wirkung;
 
Vorkommen: Weit verbreitet und häufig in staudenreichen Unkrautfluren, an Wegrändern, an Ufern und im Auengebüsch bis 800 m Höhe;
 
verwandte Arten: Artemisia absinthium L., Wermut; aus Asien stammende Pflanze, die relativ selten in Schuttunkrautgesellschaften vorkommt (VII - IX); Artemisia dracunculus L., Estragon; aus Sibirien stammende Gewürzpflanze; angebaut und stellenweise verwildert (VIII - X); Artemisia maritima L., Strandbeifuß; verbreitet an der Nord- zerstreut an der Ostseeküste (VII - X);
 
Allergieauslöser: Pollen, ca. 15 - 20 µm;
 
Invasionswege: Inhalativ (Juni - November);
 
Synonyme: Pfefferkraut, Gewürzbeifuß, Fliegenkraut;
 
Allergologie: Beim Beifuß handelt es sich um eines der wichtigsten Inhalationsallergene; die Beifußpollenallergie ist die wichtigste Kräuterpollenallergie. Die Pollenkonzentration in der Luft erreicht zwar nicht die Konzentration der Gräserpollen; doch ist die allergene Potenz immerhin so stark, daß nur 13 Pollen pro Kubikmeter Luft ausreichen, um klinische Symptome auszulösen. Es besteht eine starke Kreuzallergenität sowohl zu anderen Artemisiaarten (z. B. W 5) als auch zu anderen Arten aus der Familie der Kompositen wie z. B. Traubenkräuter, Löwenzahn, Sonnenblume, Gänseblümchen und Margerite. Ferner gelten die Beifußpollen als "Leitallergen" für nutritive Allergien gegenüber Gewürzen und Gemüsen aus der Familie der Doldenblütler; z. B. Anis, Dill, Fenchel, Karotte, Koriander, Liebstöckel, Kümmel und Sellerie. Diese Korrelation ist unter dem Begriff "Sellerie-Karotten-Beifuß-Gewürz-Syndrom" bekannt. Die Indikation zu einer spezifischen Hyposensibilisierungsbehandlung gilt als gegeben, wenn eine klinisch aktuelle Sensibilisierung gegenüber Beifußpollen vorliegt und trotz optimaler symptomatischer Therapie eine anhaltend ausgeprägte Symptomatik besteht.
 
Immunologie: Hauptallergen: Art v I, MG 47 000; Art v II, MG 20 000/35 000; Art v III, MG 30 000 - 35 000; Nebenallergene: mind. vier weitere Proteine;
 
Exposition von: Juni
 
Exposition bis: November
 
Klinische Relevanz: schwer
 
Kreuzreaktivität:
    Vorkommen häufig
  • Sellerie
  • Ambrosie, dreilappige
  • Ambrosie, beifußblättrige
  • Ambrosie, ausdauernde
  • Curry
  • Kamille, echte
  • Margerite
  • Sonnenblume, gewöhnliche
  • Karotte
  • Anis
    Vorkommen möglich
  • Haselnuss
  • Fenchelsamen
  • Wiesenlieschgras
  • Ölbaum (Olivenbaum)
  • Pfirsich
  • Birne
  • Wermut
  • Koriander
  • Apfel
  • Löwenzahn
  • Erdnuss
  • Kiwi
  • Latex
  • Dill
  • Kümmel
  • Pfeffer
  • Paprika, Gewürz-
  • Erbse
  • Birke, Hänge-
  • Roggen
  • Tomate
  • Mango