Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI)
Das Positionspapier der "Arbeitsgruppe Spezifische Immuntherapie der Sektion Immunologie der DGAI" beruht auf dem aktuellen Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse und enthält praktische Hinweise zur erfolgreichen und sicheren Anwendung der spezifischen Immuntherapie (SIT).
Dabei werden internationale (WHO), europäische (EAACI) und die von der ÄDA erarbeiteten Empfehlungen berücksichtigt.
Die SIT stellt neben der Allergenkarenz die einzige Behandlungsform dar, die den natürlichen Verlauf allergischer Krankheiten beeinflussen kann und bei Patienten mit allergischer Rhinokonjunktivitis die Entwicklung eines Asthma bronchiale (den sog. "Etagenwechsel") verhindern kann.
Zahlreiche klinische Studien haben gezeigt, daß die subkutane SIT bei allergischer Rhinokonjunktivitis eine gute Wirksamkeit hat. Bei Asthma bronchiale hat sie einen positiven Einfluß auf die bronchialen Syptome und/oder den Bedarf an antiasthmatischer Medikation sowie auf die unspezifische bronchiale Hyperreagibilität.
Bei Hymenopterengift ist sie eine hocheffektive Behandlung und zeigt von allen Allergenen die beste Wirksamkeit. Indiziert ist sie zudem bei Allergien auf Pollen, Hausstaubmilben, Tierepithelien sowie Schimmelpilzen.
Unter Beachtung der Kontraindikation ist die SIT bei Patienten mit nachgewiesener, klinisch relevanter Sensibilisierung gegenüber Soforttyp-Allergien geeignet. Die Indikation für die Therapie und die Auswahl der relevanten Allergene werden von einem Arzt mit einer allergologischen Ausbildung oder spezieller Erfahrung im Bereich der Allergologie vorgenommen.
Das Positionspapier geht im einzelnen auf die Durchführung der drei Therapieformen der SIT (subkutan, oral, sublingual) unter besonderer Berücksichtigung der Behandlung von Kindern ein. Zudem wird die Behandlung von unerwünschten Nebenreaktionen während der SIT genaustens beschrieben.
Quelle: Allergo Journal, 9: 317-324, 2000


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